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Besitzerin der ausgesetzten Katzen stellt sich, aber...!!!

Am 5. Dezember waren die Katzen ausgesetzt worden. Am 6. Dezember abends hinterlässt die Besitzerin der ausgesetzten Katzen eine Nachricht bei uns auf Band. Im anschließenden Telefongespräch erklärt sie uns ihre Notlage. Am 7. Dezember sucht sie die Polizei auf und stellt sich. Der Artikel der NWZ vom 8.12.11 beschreibt den Sachverhalt und die Situation, so wie sie sie uns schilderte, sehr gut. Sie finden ihn hier.

Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse, so dass sich die Angelegenheit ein wenig anders darstellt, als im NWZ-Artikel vom 8.12.11 berichtet:
S.O.S. - Samtpfoten Nordwest e.V. liegt nämlich eine E-Mail der ersten Vorsitzenden eines Tierschutzvereins mit Sitz in Hude vor, in dem es heißt:

"Es ist nicht korrekt, dass der jungen Dame keine Hilfe angeboten wurde.

Als sie am Montag, [5.12.], bei unserem Verein um Hilfe gebeten hat, haben wir ihr angeboten, Floh- und Wurmkur für die Katzenfamilie vorbei zu bringen. Auch sollten Fotos von der Katzenfamilie gemacht werden, für die Internetseite um ihr bei der Vermittlung zu helfen.

Es wurde ihr noch gesagt, dass die Welpen innerhalb von 1 ½ Wochen zu vermitteln sind, da wir hier immer nachfragen haben.

Es war nicht die Rede von einer finanziellen Notlage, sonst hätten wir die junge Dame auch mit Futter unterstützt. Nur die Aussage, dass sie evtl. eine Allergie hätte, was kein Wunder bei einer Flohplage ist.

Außerdem ist die Selbstanzeige bei der Polizei nicht aus eigener Motivation verfolgt. Nachdem eine unserer Helferin sie [am Di, 6.12.], angerufen hat, um die Medikamente vorbei zu bringen und dann geäußert wurde, dass sie für die Tiere einen guten Platz gefunden hat, war uns klar, dass da etwas nicht stimmt. Bei einem erneuten Anruf [am 6.12.] konnte sie nicht sagen, wo die Tiere untergekommen sind, nur irgendwo in Richtung Bremen, wo wusste sie nicht mehr. Darauf setzte ich ihr ein Ultimatum, wenn die Tiere bis morgen [7.12.] nicht zurück sind würde ich die Staatsanwaltschaft einschalten. […]."


Am Abend des 6.12., also nach Stellung des Ultimatums durch den anderen Tierschutzverein und nachdem die junge Oldenburgerin auf der Homepage von S.O.S. -Samtpfoten Nordwest e.V. den Bericht mit Fotos der Katzen gesehen hatte, wie sie uns selbst sagte, rief sie bei S.O.S. - Samtpfoten Nordwest e.V. an und gab sich als Besitzerin zu erkennen. Erst im Telefonat erfuhr sie, dass S.O.S. - Samtpfoten Nordwest e.V. bereits Anzeige erstattet hatte und dass am nächsten Tag ein Bericht mit Bild in der NWZ erscheinen würde. Daraufhin erfolgte am nächsten Tag die Selbstanzeige bei der Polizei.

Der Anruf bei S.O.S. - Samtpfoten Nordwest e.V. am 6.12. war übrigens die erste Kontaktaufnahme zu unserem Verein. Vorher - also vor Aussetzen der Katzen, wurde kein Hilferuf auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und auch persönlich hat uns die junge Oldenburgerin nicht kontaktiert.

Unter dem Gesichtspunkt der neuen Erkenntnisse müssen wir feststellen, dass die Aussage, alle Tierschutzvereine hätten ihr nicht helfen können, falsch ist.

Ebenso müssen die ersten Zeilen im NWZ-Artikel vom 8.12., in denen es heißt "Ihr schlechtes Gewissen hat sie nicht ruhen lassen" stark in Zweifel gezogen werden.


Den Katzen, die sich bei uns in einer Pflegestelle befinden, geht es übrigens gut. Die Mutterkatze ist jetzt kastriert, die beiden kleinen Kätzchen haben die erste Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche erhalten. Alle drei Katzen sind flohfrei, ihre Haut ist aber noch sehr rau und sie leiden noch sehr unter den vielen Flohstichen.

Dass die Besitzerin die Katzen trotz des immer stärker werdenden Flohbefalls, der dann schließlich dieses megagigantische Ausmaß angenommen hatte, nicht dem Tierarzt vorgestellt hat - aus Angst vor den Kosten, grenzt im übrigen schon an Tierquälerei. Und so ging es weiter: Das Strafverfahren wurde eingestellt...

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